Ich habe Insuwell als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform mit Zimt, Chrom, Inositol und Biotin ausprobiert. Ich wollte vor allem meinen Heißhunger am späten Nachmittag besser in den Griff bekommen. Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten fühlte ich mich oft müde und etwas unruhig, und genau das sollte sich für mich beruhigen.
Ich habe mir von dem Produkt keine Wunder erwartet. Für mich war es eher eine kleine tägliche Unterstützung, nicht ein Ersatz für irgendetwas Medizinisches. Gleichzeitig wollte ich sehen, ob ich damit die typische Vier-Uhr-Phase etwas glatter durch den Tag komme.
So habe ich es genommen
Die Packung war klein und enthielt zehn goldfarbene Kapseln. Ich nahm eine Kapsel täglich direkt nach dem Frühstück mit einem großen Glas Wasser. Nüchtern vertrug ich sie nicht gut, deshalb blieb ich schnell bei dieser Routine. Die Kapsel selbst war nicht riesig, blieb mir aber einmal kurz im Hals hängen, als ich zu wenig getrunken hatte.
Ich nutzte Insuwell sechs Wochen lang. Unter der Woche stand die Packung neben meiner Kaffeetasse, damit ich sie nicht vergaß. Am Wochenende lag sie in der Küchenschublade, und zweimal erinnerte ich mich erst mittags daran. Ich habe dann nicht doppelt nachgenommen, sondern am nächsten Morgen normal weitergemacht. Das fand ich alltagstauglich.
Parallel habe ich auch an meiner Ernährung gedreht. Ich aß öfter mehr Eiweiß zum Frühstück, griff am Schreibtisch eher zu Nüssen als zu Süßigkeiten und trank weniger Saft. Deshalb kann ich nicht fair behaupten, dass jede Veränderung nur von Insuwell kam.
Was ich gemerkt habe
In der ersten Woche merkte ich gar nichts. Das hat mich kurz enttäuscht, rückblickend war es aber passend. Mein Appetit blieb wie gewohnt, und nach einem süßen Gebäck am Nachmittag kam das bekannte Tief.
Ab der dritten Woche fühlte sich mein Nachmittag etwas gleichmäßiger an. Ich hatte nicht plötzlich keine Lust mehr auf Süßes, aber ich griff seltener automatisch nach dem nächsten Keks. Ein Stück Schokolade reichte mir öfter. Das war für mich der deutlichste Effekt.
Auch dieses zittrige Gefühl, das ich manchmal bekam, wenn zwischen Mittag- und Abendessen zu viel Zeit lag, trat etwas seltener auf. An schlechten Tagen blieb der Effekt aber begrenzt. Wenn ich wenig geschlafen hatte oder mit einem sehr süßen Frühstück gestartet war, kam der Energieeinbruch trotzdem.
Insuwell hat mich nicht dauerhaft ausgeglichen gemacht. Es hat mir auch nicht die Verantwortung abgenommen, regelmäßig zu essen. Wenn ich mittags nur ein Gebäck und Kaffee hatte, konnte die Kapsel den Rest des Tages nicht retten.
Was mich gestört hat
- In den ersten Tagen hatte ich nach der Einnahme einen leicht würzigen, etwas bitteren Nachgeschmack.
- Wenn ich die Kapsel zu spät am Vormittag nahm, fühlte sich mein Magen für etwa eine halbe Stunde empfindlich an.
- Die kleine Packungsgröße bedeutete, dass ich meine Routine schnell wieder organisieren musste.
- Meine Gewichtsabnahme blieb aus, was für mich zwar nicht das Hauptziel war, aber trotzdem auffiel.
Der Nachgeschmack wurde nach einer Mahlzeit deutlich schwächer. Das Magengefühl verschwand auch, sobald ich wirklich erst nach dem Frühstück einnahm. Trotzdem fand ich es lästig, so genau darauf achten zu müssen.
Verändert hat Insuwell bei mir andere Dinge nicht. Mein Essverhalten am Abend blieb bei Stress oft zu schnell und zu viel. Meine Müdigkeit nach einer schlechten Nacht war natürlich auch weiter da. Ich würde dem Produkt keine Fähigkeit zuschreiben, einen erhöhten Blutzucker zu behandeln oder Beschwerden wie Taubheitsgefühle und Nervenschmerzen zu lösen. Dafür ist eine Selbstbeobachtung keine medizinische Abklärung.
Ich würde Insuwell eher Menschen empfehlen, die ihre Ernährung schon ein wenig strukturieren wollen und eine kleine tägliche Ergänzung suchen. Wer eine sanfte Unterstützung bei Heißhunger oder dem Nachmittagstief möchte, könnte es wie ich einige Wochen testen und dann genau hinschauen. Geduld gehört dazu. Nach drei Tagen hätte ich es vermutlich zu früh abgeschrieben.
Nicht passend fand ich es für Personen, die eine schnelle Lösung erwarten oder wegen Diabetes Medikamente einnehmen und ihre Werte einstellen müssen. Auch bei Schwangerschaft, Stillzeit, bekannten Unverträglichkeiten oder anhaltenden Beschwerden würde ich vorher ärztlich oder in der Apotheke nachfragen. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine Behandlung.
Ich würde Insuwell wahrscheinlich wieder kaufen, wenn ich erneut in eine Phase mit viel Naschen und unregelmäßigen Mahlzeiten komme. Ich würde es aber nur zusammen mit einem vernünftigen Frühstück und genug Wasser nehmen. Für mich war es eine kleine Hilfe gegen den Nachmittags-Heißhunger, aber keine Lösung für schlechte Gewohnheiten.