Ich habe Fizzburn als Brausetablette ausprobiert, weil ich beim Abnehmen festgesteckt habe und morgens oft der Antrieb fürs Training fehlte. Ich wollte vor allem mehr Energie, aber ohne dieses nervöse Gefühl, das ich von zu viel Koffein kenne. Das Produkt ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das man in Wasser auflöst und als Getränk trinkt.
Die Packung, die ich hatte, wirkte ehrlich gesagt etwas seltsam auf mich. Auf der Dose stand „FizzBurn 10 x Brausetabletten“, und obwohl ich es in Deutschland gekauft hatte, war vieles auf Englisch beschriftet. Das ist kein Drama, hat mich aber direkt beim Auspacken irritiert. Ich bin sonst kein Mensch für Wunderversprechen, aber die Form hat mir gefallen, weil ich sowieso jeden Morgen ein großes Glas Wasser trinke und Kapseln oft vergesse.
Wie ich es genommen habe
Ich habe mich an die Empfehlung gehalten und eine Tablette pro Tag genommen, meistens morgens direkt nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück. Ich habe sie in ein hohes Glas mit kaltem Leitungswasser geworfen und gewartet, bis das Sprudeln ganz aufgehört hatte. Das dauerte bei mir etwa zwei bis drei Minuten. Einmal habe ich lauwarmes Wasser genommen, weil ich es eilig hatte, und das war keine gute Idee: Es schäumte schneller hoch, roch stärker und schmeckte flacher.
Der Geschmack war für mich in Ordnung. Nicht schlimm, aber auch nichts, worauf ich mich gefreut hätte. Eher wie ein Energy-Drink in leicht, nur weniger süß. Was mich im Alltag mehr gestört hat, war der Film am Glasrand. Ich musste das Glas danach fast immer sofort ausspülen, sonst roch es später leicht metallisch.
Ich habe Fizzburn sechs Wochen lang genommen. In einer Woche habe ich zwei Tage ausgelassen, weil ich unterwegs war und es einfach vergessen habe. Das war für mich auch ein kleiner Selbsttest, ob ich den Unterschied überhaupt merke.
Was ich gemerkt habe
In der ersten Woche passierte beim Gewicht noch nichts. Das fand ich fair, weil ich meine Ernährung nicht komplett umgestellt habe. Ich habe nur konsequenter gegessen, weniger am Nachmittag gesnackt und drei statt zwei Trainingseinheiten pro Woche geschafft. Was ich schon in Woche eins gemerkt habe, war ein leichter Schub im Kopf. Ich war vormittags wacher, und diese typische Bildschirm-Müdigkeit kam später.
Ab Woche zwei wurde das deutlicher. Ich hatte mehr Lust, mich zu bewegen, und ich habe sogar zwei Einheiten nach der Arbeit gemacht, obwohl ich sonst eher dazu neige, mich rauszuziehen. Das war für mich der größte Nutzen. Nicht, weil ich mich plötzlich wie ein anderer Mensch gefühlt habe, sondern weil die Hürde niedriger war. Es war wie ein sanfter Startknopf.
Beim Appetit war das Bild gemischt. Vormittags hatte ich tatsächlich weniger Drang zu snacken. Nachmittags und abends blieb ich aber anfällig, besonders wenn ich gestresst war. Fizzburn hat bei mir also nicht den ganzen Tag stabilisiert. Es hat eher die erste Hälfte des Tages leichter gemacht.
Beim Gewicht habe ich den ersten sichtbaren Unterschied erst nach rund drei Wochen gesehen. Es waren bei mir knapp ein Kilo weniger, und ich hatte das Gefühl, dass ich weniger aufgebläht war. Das kann auch daran gelegen haben, dass ich mit dem Morgenglas Wasser insgesamt mehr getrunken habe. Meine Hosen saßen etwas lockerer, aber es war keine dramatische Veränderung. In der Woche, in der ich es zwei Tage nicht genommen habe, war ich wieder träger. Nicht schlimm, aber spürbar.
Zu den Inhaltsstoffen hatte ich unterschiedliche Angaben gefunden, und das Bild passte für mich zu dem Effekt: Koffein, L-Carnitin, Grüntee-Extrakt, Guarana, Chrom, Piperin und teils auch Taurin und mehrere B-Vitamine wurden genannt. Genau so hat es sich für mich auch angefühlt, also eher Fokus und Antrieb mit einer spürbaren Koffein-Kante, wenn man empfindlich ist.
Die Punkte, die mich gestört haben
Ganz reibungslos war es für mich nicht. Ich hatte keine starken Probleme, aber ein paar Sachen sind im Alltag aufgefallen:
- Leichtes Herzklopfen an zwei bis drei Tagen, wenn ich zusätzlich Kaffee getrunken hatte.
- Ein unruhiges Gefühl im Bauch für etwa 15 bis 20 Minuten nach dem Trinken.
- Wenn ich es zu spät am Vormittag genommen habe, schlief ich abends schlechter ein.
- Der Geschmack war okay, aber danach hatte ich öfter einen trockenen Mund.
Ich habe mir deshalb eine einfache Regel gesetzt: kein zusätzlicher Kaffee vor dem Mittag und Fizzburn spätestens um neun Uhr. Damit wurde es besser. Trotzdem würde ich es nicht als etwas beschreiben, das bei mir komplett nebenwirkungsfrei war.
Was es bei mir nicht geschafft hat: Heißhunger am Abend. Wenn ich müde oder genervt war, griff ich trotzdem problemlos zu Schokolade. Auch Bauchfett ist nicht einfach verschwunden. Ich hatte eher das Gefühl, dass mir das Produkt hilft, meine eigenen Pläne durchzuziehen. Die Arbeit nimmt es einem aber nicht ab.
Für wen es aus meiner Sicht passt
Ich finde Fizzburn eher passend für Menschen, die morgens schwer in Gang kommen und eine klare Routine mögen. Wer ohnehin Sport macht, kann damit vielleicht einen kleinen Schubs bekommen. Vorsichtig wäre ich, wenn man empfindlich auf Koffein reagiert, schnell Herzrasen bekommt oder schon Schlafprobleme hat. Dann kann die anregende Wirkung eher stören als helfen. Für jemanden, der eine geschmacksneutrale Lösung sucht, sind Brausetabletten ebenfalls nicht ideal.
Ich würde es auch nicht als schnelle Lösung fürs Abnehmen sehen. Wenn man erwartet, dass ein Getränk ohne Ernährungsänderung die Kilos wegmacht, wird man enttäuscht. Bei mir war es ein Werkzeug, kein Ersatz. Dazu kommt: Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel und nicht das Gleiche wie ein Arzneimittel, deshalb würde ich es eher als Unterstützung und nicht als Hauptlösung betrachten.
Ich würde Fizzburn wahrscheinlich wieder kaufen, aber gezielt und nicht dauerhaft. Für ein paar Wochen als Kickstart, wenn ich in ein Motivationsloch rutsche, kann ich es mir vorstellen. Jeden Tag auf Dauer brauche ich es nicht, und ich würde auch nicht wollen, dass sich mein Körper an den Effekt gewöhnt. Für mich war es am Ende vor allem morgens spürbar, beim Abnehmen aber nur so hilfreich, wie ich dadurch konsequenter war.