Ich habe Veniselle als Beincreme ausprobiert, weil meine Unterschenkel nach langen Tagen im Sitzen oft spannten und an den Waden feine Äderchen auffielen. Mir ging es vor allem darum, das abendliche Schweregefühl zu lindern. Mehr wollte ich anfangs gar nicht.
Ich habe die Creme sieben Wochen lang benutzt. Morgens nach dem Duschen und abends vor dem Schlafengehen nahm ich jeweils etwa eine erbsengroße Menge pro Unterschenkel. Die Tube stand bei mir neben der Zahnbürste, sonst hätte ich die Anwendung in der ersten Woche wohl öfter vergessen.
So hat sich die Anwendung angefühlt
Die Creme war weiß und ließ sich gut verteilen. Ich massierte sie von den Knöcheln nach oben in Richtung Knie ein. Das dauerte bei mir nicht lange, und nach ungefähr zwei Minuten wirkte sie nicht mehr schmierig. Der Geruch war mild und verschwand schnell, was ich als angenehm empfand, weil ich stark parfümierte Produkte an den Beinen vor dem Schlafen nicht mag.
Direkt nach dem Eincremen fühlten sich meine Beine kurz kühl an. Das war für mich eher ein Hautgefühl als eine echte Veränderung. In den ersten Tagen fiel mir auch ein leichtes Kribbeln an einer Wade auf. Es dauerte nur wenige Minuten und tat nicht weh, aber ich habe es bemerkt.
Was ich nach einigen Wochen gemerkt habe
In der ersten Woche passierte bei mir fast nichts. Erst ab der dritten Woche merkte ich einen kleinen Unterschied. Meine Waden waren abends nicht mehr ganz so gespannt wie vorher, besonders an Tagen, an denen ich viel stand. Das Gefühl, sofort die Socken ausziehen zu wollen, kam seltener vor. Genau das war für mich der brauchbarste Effekt von Veniselle.
Was sich bei mir nicht verändert hat, waren die sichtbaren Äderchen. Auch eine dickere Krampfader an der Innenseite meines rechten Unterschenkels sah nach sieben Wochen praktisch gleich aus. Das war enttäuschend, weil ich mir bei der Werbung mehr erwartet hatte. Für mich war die Creme eher eine Unterstützung für das Wohlgefühl der Beine als eine Lösung für sichtbare Venen.
Die Punkte, die mich gestört haben
- Das kühlende Gefühl hielt nur kurz an.
- Bei zu viel Creme blieb ein leichter Film auf der Haut.
- Dann klebte die Hose kurz an den Beinen.
- Die blaue Kappe ließ sich mit eingecremten Fingern manchmal schwer aufdrehen.
- An zwei Abenden fühlte sich meine Haut etwas trocken an.
Gerade nach sehr heißem Duschen habe ich gemerkt, dass meine Haut etwas empfindlicher reagierte. Deshalb habe ich die Creme danach nicht mehr direkt aufgetragen. Mit einer kleineren Menge war das Klebegefühl kein Thema mehr, aber ich musste die richtige Dosierung erst finden.
Für wen ich sie passend finde
Ich würde Veniselle Menschen empfehlen, die bei müden, schweren Beinen eine Creme als Ergänzung ausprobieren möchten und keine Wunder erwarten. Für mich passte sie vor allem an Tagen, an denen ich viel gesessen oder lange gestanden hatte. Die Massage beim Auftragen und das kurze Kühlgefühl machten meine Abendroutine angenehmer.
Ich würde sie nicht auf gereizter oder verletzter Haut verwenden. Bei einem plötzlich geschwollenen, heißen oder schmerzenden Bein würde ich mich nicht auf eine Creme verlassen. Auch bei offenen Stellen oder stark zunehmenden Krampfadern wäre für mich zuerst eine ärztliche Abklärung dran. Da wollte ich nichts auf gut Glück probieren.
Mein Fazit ist nüchtern: Veniselle hat mir etwas vom schweren Gefühl am Abend genommen, aber meine sichtbaren Äderchen und die vorhandene Krampfader nicht verändert. Ich würde sie wieder nehmen, wenn meine Beine nach einer anstrengenden Woche wieder dieses müde Ziehen haben. Als alleinige Lösung für ausgeprägte Krampfadern würde ich sie nicht wählen.
Mein kurzer Eindruck: angenehm für schwere Beine, aber bei mir keine Creme, die sichtbare Krampfadern kleiner gemacht hat.