Ich habe Yenki Derm ausprobiert, weil ich an den Schienbeinen und an zwei Stellen an den Unterarmen immer wieder raue, juckende Haut hatte. Die Creme ist für Gesicht und Körper gedacht und soll trockene, schuppige und zu Schuppenflechte neigende Haut beruhigen. Mir ging es vor allem darum, den abendlichen Juckreiz leiser zu bekommen.
Bei mir kam die Creme in einer kleinen 50-ml-Tube an. Die Konsistenz war fester, als ich erwartet hatte, ließ sich auf warmer Haut aber gut verteilen. Der Geruch war kräutrig und leicht harzig, vermutlich wegen des Benzoeharzes und der Pflanzenextrakte. Ich fand das nicht unangenehm, nur kurz vor dem Schlafengehen eher störend, weil der Geruch noch eine Weile an den Händen blieb.
Wie ich sie verwendet habe
Ich habe Yenki Derm sechs Wochen lang täglich benutzt. Morgens trug ich nach dem Duschen eine haselnussgroße Menge auf die trockenen Stellen an den Beinen auf. Abends nahm ich etwas weniger und massierte die Creme vorsichtig an den Unterarmen ein. Auf offene oder aufgekratzte Haut gab ich sie nicht, weil sie dort bei mir deutlich brannte.
Wichtig war für mich die Regelmäßigkeit. Die Tube stand neben meiner Körperlotion, sonst hätte ich die Anwendung wahrscheinlich öfter vergessen. Ich merkte recht schnell, dass die Creme nur dann etwas brachte, wenn ich sie wirklich konsequent nutzte. Ein ausgelassener Tag war kein Problem, aber nach zwei oder drei Tagen ohne Anwendung fühlten sich die Stellen wieder rauer an.
In der Zusammensetzung werden unter anderem asiatischer Wassernabel, Karitébutter, Bienenwachs, Bentonit-Ton, Salicylsäure, Capsaicin und verschiedene Pflanzenextrakte genannt. Das klang für mich sinnvoll, weil meine Haut vor allem Pflege und weniger Reibung brauchte. Gleichzeitig war ich vorsichtig, weil Salicylsäure und Capsaicin auf gereizter Haut spürbar sein können, und genau das war bei mir auch so.
In der ersten Woche passierte wenig. Nach dem Eincremen fühlte sich die Haut weich an, mehr nicht. Der Juckreiz kam abends weiter, nur vielleicht etwas später als sonst. An den ersten beiden Tagen hatte ich an einer besonders trockenen Stelle ein kurzes Wärmegefühl. Es war kein starker Schmerz, eher ein leichtes Brennen für ungefähr zehn Minuten, und danach ließ es wieder nach.
Ab der zweiten Woche wurde die Haut an den Schienbeinen weniger weißlich und schuppig. Das fiel mir besonders beim Anziehen dunkler Socken auf, weil weniger feine Hautschüppchen daran hängen blieben. Dieser kleine Effekt war für mich ehrlicher als jeder Blick in den Spiegel.
In der dritten Woche änderte sich dann mehr. Der Juckreiz war nicht weg, aber ich kratzte abends seltener automatisch. Die rauen Ränder der betroffenen Stellen wurden weicher. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Yenki Derm etwas grundsätzlich verändert hätte. Für mich war es eher eine pflegende Creme, die gereizte Haut zeitweise beruhigte und die Trockenheit senkte.
Die Rötung an den Unterarmen ging etwas zurück, verschwand aber nicht vollständig. Nach sehr trockenem Wetter oder einem langen Tag in kratziger Kleidung kam sie wieder. Gegen solche Auslöser half mir die Creme kaum. Auch die dickere, hartnäckige Stelle am rechten Schienbein blieb sichtbar. Nach sechs Wochen war sie glatter, aber keineswegs verschwunden.
- Direkt nach dem Auftragen blieb für etwa fünf Minuten ein leicht klebriger Film zurück.
- Auf frisch rasierter Haut brannte die Creme bei mir zu stark.
- Der Kräutergeruch passte für mich eher zum Abend als zum Morgen.
- Die Tube wurde gegen Ende etwas mühsam, weil die Creme recht fest war.
Ich würde Yenki Derm nicht einfach auf das ganze Gesicht schmieren, nur weil sie auch als Gesichtscreme beschrieben wird. Meine Gesichtshaut reagiert schneller als die Haut an den Beinen, und wegen der Salicylsäure sowie des Capsaicins wäre mir das zu riskant. Für kleine trockene Körperstellen fand ich sie passender. Wer empfindliche Haut hat, sollte sie zuerst an einer kleinen Stelle testen und nicht gleich großflächig verwenden.
Für Menschen mit gelegentlichen trockenen, schuppigen und juckenden Hautstellen kann die Creme eine Ergänzung zur normalen Pflege sein. Ich sehe sie eher bei leichter Reizung und trockener Haut als bei einem heftigen Schub der Schuppenflechte. Bei nässenden Stellen, tiefen Rissen, starken Schmerzen oder großflächigen Entzündungen würde ich mich nicht auf eine Creme allein verlassen. Bei Schuppenflechte kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein, vor allem wenn bisher keine Diagnose besteht oder sich die Haut schnell verschlechtert.
Ich mochte, dass Yenki Derm bei mir keinen fettigen Glanz hinterließ und die Haut nach einigen Wochen weniger rau wirkte. Die Wirkung war aber langsam und begrenzt. Es war keine Creme, die über Nacht etwas reparierte. Das Versprechen einer schnellen, vollständigen Linderung würde ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen.
Würde ich sie wieder kaufen? Für meine trockenen Schienbeine vermutlich ja, aber nicht als alleinige Lösung für stärkere Beschwerden. Ich würde sie weiter gezielt verwenden, vor allem in Phasen, in denen der Juckreiz anfängt und die Haut wieder schuppiger wird. Ich fand sie nützlich, aber nur mit realistischen Erwartungen.